Gina Mattiello

Gina Mattiello

Die Schauspielerin, Stimmperformerin und Autorin Gina Mattiello arbeitet an den Übergängen von Text, Sprache und Musik. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt in der Aufführung zeitgenössischer Texte und Partituren zwischen Theater und Neuer Musik. Sie studierte Théâtre Musical – Composition and Theory an der Hochschule der Künste Bern (u. a. bei Franziska Baumann) sowie Literarisches Schreiben. Wichtige Impulse erhielt sie am Institute for Living Voice in Belgien (David Moss, Meredith Monk, Phil Minton).

Sie brachte zahlreiche Werke der zeitgenössischen Musik und des Musiktheaters zur Uraufführung, darunter wurde einige für sie geschrieben. Zusammenarbeiten verbinden sie mit dem NewTonEnsemble, quartett22, oenm, Ensemble PHACE, Ensemble EIS, zinc & copper works und dem Koehne Quartett. Sie gastierte u. a. bei Wien Modern, den Wiener Festwochen, dem Steirischen Herbst, Klangspuren Schwaz, dem Bern Music Festival und im Wiener Konzerthaus.

Als Schauspielerin war sie u. a. in Reinhold Schinwalds fremd körper, Elfriede Jelineks Kein Licht und Hannes Kerschbaumers GAIA – a dystopian vision zu erleben. Am Opernhaus Graz überzeugte sie in Uraufführungen von Lorenzo Romano, Zesses Seglias und Javier Quislant. Zudem brachte sie drei elektronische Opern von Periklis Liakakis zur Uraufführung.

2007 initiierte sie das Festival e_may für neue und elektronische Musik (bis 2012 Co-Kuratorin), wo rund fünfzig Komponistinnen Uraufführungen erhielten. 2016 gründete sie mit Reinhold Schinwald büro lunaire für neue Formen zeitgenössischen Musikschaffens.

Neben Lyrik (Zikadengesänge, edition art & science) und Prosa (Im Bett des Imaginariums, Passagen Verlag; Aufzeichnungen einer Blinden, Edition Eremitage am Kamp) schreibt sie Libretti für Oper, Musiktheater und Hörspiele.

Sie lehrt Sprecherziehung am Johann-Joseph-Fux-Konservatorium Graz und ist seit 2023 Lecturer (Speech and Sound) an der Musikuniversität Wien. Ihre Arbeit wurde mit Stipendien u. a. der ÖGfL, des BMKÖS, der Stadt Wien Kultur sowie mit dem Ernst Binder Stipendium (2024) ausgezeichnet.

2025 verkörperte sie die Hauptfigur in der Romanadaption von Marlen Haushofers Die Wand.

www.ginamattiello.com

www.burolunaire.com