astrophil & stella

Das Ensemble astrophil & stella spielt die Musik der Renaissance und des frühen Barock. In dramaturgisch fesselnden Programmen und einzigartigen vokalen und instrumentalen Besetzungen nähert es sich der musikalischen und emotionalen Ausdruckswelt des 16. und frühen 17. Jahrhunderts und schlägt mit sensiblen Interpretationen und innovativen Konzertformaten eine Brücke zum Publikum von heute. Von der Flötistin Johanna Bartz ins Leben gerufen tritt astrophil & stella in ganz Europa auf. Anlässlich des Luther-Jahres 2017 ist astrophil & stella als «Rheinsberger Hofkapelle» ausgezeichnet worden und hat als Ensemble in Residence an der dortigen Musikakademie und Schloss konzertiert. 2020 wurde astrophil & stella für das ECOS Lab für innovative Konzertformate des Ecos Festivals Sierra Espuña (ES) ausgewählt. 2024 hat astrophil & stella seine erste CD mit italienischer Musik um 1600, «A garden of black flowers», aufgenommen.
Der Ensemblename bedeutet “Sternenfreund und Stern” und entstammt der gleichnamigen Sonettsammlung des englischen Dichters Sir Philip Sidney aus dem Jahr 1591.

“Ein Edelstein einer vergangenen Epoche, fein ziseliert und voller Emotionen … eindrucksvoll zelebriert in atemberaubender Virtuosität!” — Märkische Allgemeine

«Ein aussergewöhnliches Konzerterlebnis» – Augsburger Allgemeine

www.ensembleastrophilandstella.com

Giovanna Baviera

Die italienisch-irische Musikerin
Giovanna Baviera wurde in Luxemburg geboren. Sie studierte zunächst Musikwissenschaften am Trinity College Dublin (Irland). 2011 ging sie nach Basel, um Viola da Gamba bei Paolo Pandolfo an der Schola Cantorum Basiliensis zu studieren, wo sie 2016 ihr Masterstudium abschloss. Um ihrem Interesse an der historischen Kunst der Selbstbegleitung auf der Viola da Gamba nachzugehen, studierte sie parallel zur Gambe auch Gesang.

Als Gambistin und Sängerin ist sie mit verschiedenen Ensembles tätig, wie beispielsweise Concerto di Margherita, Profeti della Quinta und Voces Suaves. Ihre Konzerttätigkeit führt sie zu zahlreichen internationalen Festivals und Konzertorten, u.a. dem Festival Oude Muziek Utrecht (NL), Innsbrucker Festwochen der Alten Musik (AT), Festival Ambronay (FR), Trigonale (AT), York Early Music Festival (UK) etc. Im Februar 2024 veröffentlichte sie ihre erste Soloaufnahme Soloindue mit einem Programm, das der Kunst des selbstbegleitenden Gesangs zur Viola da Gamba gewidmet ist und bei Albus Fair Editions erschienen ist.

Charlotte Nachtsheim

Charlotte Nachtsheim begann das Musizieren während ihrer Schulzeit in verschiedenen Kammerchören und in Gesangsstunden bei Martina Hennemann. Mit Beginn ihres Gesangsstudiums fokussierte sie sich auf das Repertoire der Alten Musik, insbesondere der Renaissance und des Frühbarocks. Sie studierte bei Evelyn Tubb an der Schola Cantorum Basiliensis. Dort rundete sie ihr Studium mit den Advanced Vocal Ensemble Studies unter der Leitung von Anthony Rooley und Evelyn Tubb ab. Sie ist Teil des Vokalensembles InVocare, das sich auf Polyphonie des 16. und 17. Jahrhunderts spezialisiert. Mit InVocare trat sie unter anderem beim Festival Oude Muziek Utrecht, Laus Polyphoniae in Antwerpen und an der Bayerischen Staatsoper München auf. In den letzten Jahren arbeitete sie für Projekte und Konzerte mit verschiedenen Ensembles zusammen, so zum Beispiel astrophil & stella, La Cetra, Ad Fontes, Concerto di Margherita, Zürcher Singakademie, ContraPunct_us, AUXantiqua und Le Miroir de Musique. Über die Musik hinaus widmet sie sich auch dem Studium der Kulturanthropologie und Geschlechterforschung an der Universität Basel.

Cyril Escoffier

Der in Lyon geborene Cyril Escoffier hat ein breites Repertoire erforscht, das von der französisch-flämischen Polyphonie des späten 15. Jahrhunderts bis zur zeitgenössischen Musik reicht; er widmet sich besonders der Erforschung und Aufführung französischer Musik des frühen 17. Jahrhunderts. Er schloss sein Studium des Barockgesangs am Centre de Musique Baroque de Versailles mit Auszeichnung ab und konzertiert in ganz Europa als Solist, im Chor und in kleinen Ensembles, sowohl mit etablierten als auch mit aufstrebenden Künstlern, z.B. mit dem Ensemble Correspondances, Le Miroir de Musique, Ensemble Leones, La Cetra, European Hanseatic Ensemble, Los Elementos oder Rubens Rosa. Begeistert von der Beziehung zwischen Text und Musik und ihrem kulturellen Kontext, gründete er 2020 das Ensemble Ars Figuralis als Laboratorium zur Erforschung des vergessenen Repertoires des französischen Barocks mit einem historisch informierten Ansatz.

Er wurde mit einem Stipendium der Fondation Royaumont und der Fondation Bettencourt-Schueller für Chorleitung ausgezeichnet. Cyrill setzt seine Spezialisierung im Bereich der Alten Musik an der Schola Cantorum Basiliensis bei Ulrike Hofbauer fort.

Vincent Kibildis

Vincent Kibildis ist auf das Spiel historischer Harfen des Mittelalters, der Renaissance und des Barock spezialisiert. Die musikalische Ausbildung begann Vincent mit sechs Jahren an der keltischen Harfe, und spielte zunächst vornehmlich traditionelle schottische und irische Musik; die stete Suche nach neuen Klängen und Ausdrucksweisen führte schließlich zur Alten Musik, und zu Studien an der Schola Cantorum Basiliensis und der Escuela Superior de Música de Cataluña. An diesen Institutionen schloss Vincent mit Bachelor und Master in Aufführungspraxis der Musik des Mittelalters, der Renaissance und des Barock ab.

Seit den ersten Auseinandersetzungen mit der Alten Musik interessiert sich Vincent für historische Notationsformen und das Spannungsfeld zwischen dem Notierten und dem Ungeschriebenen, zwischen oralen und improvisatorischen Praktiken. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Ensembles erarbeitet Vincent regelmäßig Transkriptionen und Editionen alter Werke, und erforscht außerdem die Rolle der einfach besaiteten – diatonischen oder semidiatonischen – Harfen im 16. Jahrhundert und darüber hinaus. An der Harfe arbeitet Vincent regelmäßig mit Ensembles wie Astrophil & Stella, Concerto Foscari, Les Cris de Paris, Ensemble Phoenix Munich, Ensemble Polyharmonique, Musica Fiata und La Tempête.