astrophil & stella spielt und erforscht in vielfältigen Vokal- und Instrumentalprogrammen die musikalischen und emotionalen Ausdruckswelten des 16. und frühen 17. Jahrhunderts. Von der Flötistin Johanna Bartz gegründet und geleitet, tritt astrophil & stella seit 2016 von Basel aus in ganz Europa auf. Anlässlich des Luther-Jahres 2017 ist astrophil & stella als «Rheinsberger Hofkapelle» ausgezeichnet worden und hat als Ensemble in Residence an der dortigen Musikakademie und Schloss konzertiert. 2020 wurde astrophil & stella für das ECOS Lab für innovative Konzertformate des Ecos Festivals Sierra Espuña (ES) ausgewählt. Seither ist es u.a. bei den Festwochen Alter Musik Innsbruck, Tage Alter und Neuer Musik Salzburg (AT), Musikinstrumentenmuseum und Friedenauer Kammerkonzerte Berlin, Wittenberger Renaissancemusikfestival, Musica Ahuse, Münchener Residenzwoche (D), Musica Cordis Egerkingen, Klangreich Romanshorn (CH) oder bei Les Rencontres Musicales de la Vallée d’Alzette (LUX) aufgetreten. 2025 ist astrophil & stellas Album “A Garden of Black Flowers” beim Label Albus Fair Editions erschienen, das von der internationalen Presse begeistert aufgenommen wurde. – Der Ensemblename bedeutet “Sternenfreund und Stern” und entstammt der gleichnamigen Sonettsammlung des englischen Dichters Sir Philip Sidney aus dem Jahr 1591.
Seit Abschluss ihres Studiums der Viola da Gamba bei Prof. Paolo Pandolfo an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel im Jahr 2016 erforscht Giovanna Baviera die Ausdrucksmöglichkeiten ihres Instruments sowie die der historischen Kunst der Verbindung von Gesang und Viola da Gamba. Sie widmet ihre künstlerische Forschung den Wurzeln dieser Kunst im Repertoire des 16. und 17. Jahrhunderts und arbeitet gleichzeitig mit zeitgenössischen Komponisten zusammen, um dieser langen und faszinierenden Tradition einen modernen Rahmen zu geben. Das Ergebnis dieser Forschung ist vorerst ihr Soloprogramm «Soloindue» für Viola da Gamba und Gesang. Im Februar 2024 veröffentlichte sie die gleichnamige Aufnahme bei Albus Fair Editions, die vom Diapason Magazine mit 5 Diapasons ausgezeichnet und im selben Jahr für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde. Sie hat dieses Soloprojekt an zahlreichen europäischen Festivals präsentiert, darunter die Innsbrucker Festwochen der alten Musik, das MA Festival Bruges, die Freunde der alten Musik Basel und die Trigonale, und wurde als Solistin zum Ravenna Festival und zur Oude Muziek Utrecht für den Sommer 2026 eingeladen.
Sie ist zudem als Kammermusikerin tätig und arbeitet regelmässig mit den Ensembles Profeti della Quinta, Concerto di Margherita, Histoirefuture, Voces Suaves, Doulce Mémoire u. a zusammen, mit denen sie bei verschiedenen Festivals und Konzertsälen in Europa und weltweit gespielt und gesungen hat (Festival Monteverdi Cremona, Forum für Alte Musik Zürich, Thüringer Bachwochen, Festival Ambronay, AMUZ, Boulez-Saal Berlin, Biblioteca Luis Ángel Arango Bogotá usw.)
Charlotte Nachtsheim begann das Musizieren während ihrer Schulzeit in verschiedenen Kammerchören und in Gesangsstunden bei Martina Hennemann. Mit Beginn ihres Gesangsstudiums fokussierte sie sich auf das Repertoire der Alten Musik, insbesondere der Renaissance und des Frühbarocks. Sie studierte bei Evelyn Tubb an der Schola Cantorum Basiliensis. Dort rundete sie ihr Studium mit den Advanced Vocal Ensemble Studies unter der Leitung von Anthony Rooley und Evelyn Tubb ab. Sie ist Teil des Vokalensembles InVocare, das sich auf Polyphonie des 16. und 17. Jahrhunderts spezialisiert. Mit InVocare trat sie unter anderem beim Festival Oude Muziek Utrecht, Laus Polyphoniae in Antwerpen und an der Bayerischen Staatsoper München auf. In den letzten Jahren arbeitete sie für Projekte und Konzerte mit verschiedenen Ensembles zusammen, so zum Beispiel astrophil & stella, La Cetra, Ad Fontes, Concerto di Margherita, Zürcher Singakademie, ContraPunct_us, AUXantiqua und Le Miroir de Musique. Über die Musik hinaus widmet sie sich auch dem Studium der Kulturanthropologie und Geschlechterforschung an der Universität Basel.
Der in Lyon geborene Cyril Escoffier hat ein breites Repertoire erforscht, das von der französisch-flämischen Polyphonie des späten 15. Jahrhunderts bis zur zeitgenössischen Musik reicht; er widmet sich besonders der Erforschung und Aufführung französischer Musik des frühen 17. Jahrhunderts. Er schloss sein Studium des Barockgesangs am Centre de Musique Baroque de Versailles mit Auszeichnung ab und konzertiert in ganz Europa als Solist, im Chor und in kleinen Ensembles, sowohl mit etablierten als auch mit aufstrebenden Künstlern, z.B. mit dem Ensemble Correspondances, Le Miroir de Musique, Ensemble Leones, La Cetra, European Hanseatic Ensemble, Los Elementos oder Rubens Rosa. Begeistert von der Beziehung zwischen Text und Musik und ihrem kulturellen Kontext, gründete er 2020 das Ensemble Ars Figuralis als Laboratorium zur Erforschung des vergessenen Repertoires des französischen Barocks mit einem historisch informierten Ansatz.
Er wurde mit einem Stipendium der Fondation Royaumont und der Fondation Bettencourt-Schueller für Chorleitung ausgezeichnet. Cyrill setzt seine Spezialisierung im Bereich der Alten Musik an der Schola Cantorum Basiliensis bei Ulrike Hofbauer fort.
Vincent Kibildis ist auf das Spiel historischer Harfen des Mittelalters, der Renaissance und des Barock spezialisiert. Die musikalische Ausbildung begann Vincent mit sechs Jahren an der keltischen Harfe, und spielte zunächst vornehmlich traditionelle schottische und irische Musik; die stete Suche nach neuen Klängen und Ausdrucksweisen führte schließlich zur Alten Musik, und zu Studien an der Schola Cantorum Basiliensis und der Escuela Superior de Música de Cataluña. An diesen Institutionen schloss Vincent mit Bachelor und Master in Aufführungspraxis der Musik des Mittelalters, der Renaissance und des Barock ab.
Seit den ersten Auseinandersetzungen mit der Alten Musik interessiert sich Vincent für historische Notationsformen und das Spannungsfeld zwischen dem Notierten und dem Ungeschriebenen, zwischen oralen und improvisatorischen Praktiken. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Ensembles erarbeitet Vincent regelmäßig Transkriptionen und Editionen alter Werke, und erforscht außerdem die Rolle der einfach besaiteten – diatonischen oder semidiatonischen – Harfen im 16. Jahrhundert und darüber hinaus. An der Harfe arbeitet Vincent regelmäßig mit Ensembles wie Astrophil & Stella, Concerto Foscari, Les Cris de Paris, Ensemble Phoenix Munich, Ensemble Polyharmonique, Musica Fiata und La Tempête.
